Vortrag:
"Unser Klima wird im Weltraum gemacht - Freispruch für CO2 ?"
gehalten bei: Astronomische Vereinigung Elbe-Weser, 6. Februar 2007
V o r b e m e r k u n g
In den vergangenen 100-150 Jahren ist es wärmer geworden. Das ist so ziemlich das einzige, was in der derzeit ausufernden Klima-Debatte als gesichert gilt. Über alles andere wird diskutiert und auch gestritten. Das muß in einer naturwissenschaftlich aufgeklärten Gesellschaft auch möglich sein. Leicht ist das nicht immer, denn die Politik hat sich der "Naturwissenschaft Klima-Katastrophe" bemächtigt. Kritiker und Skeptiker werden ausgegrenzt, erhalten in den Medien kaum ein Forum, und auch so gut wie keine Forschungs-Gelder.
Demgegenüber wird von offiziellen Instituten und Gremien (z.B. IPCC) ein rigoroser Katastrophismus in die Zukunft projiziert, von Medien und Politikern bis zur Hysterie-Formung der Bürger verstärkt.
Bei alledem wird übersehen, das in der Geschichte der Naturwissenschaften Fortschritt und abgesicherte neue Erkenntnisse nie durch Mehrheitsbeschlüsse erzielt wurden. Von Aristarch über Kopernikus, Galilei bis hin zu Alfred Wegener haben ungezählte Wissenschaftler das erfahren und ertragen müssen.
Dieser Vortrag möchte einen kleinen kritischen Beitrag zur Versachlichung der Debatte leisten.
1.) Die unruhige Sonne
Die Sonne ist ein Heizstrahler, der auf unserer Erde für Wärme, Leben, Wetter, Klima ... sorgt.
Um 1610 entdeckten Galilei und Scheiner zeitgleich die Sonnenflecken. Seither ist bekannt, daß die Oberfläche der Sonne sich ständig verändert, zyklisch (Sonnenflecken-Rhythmen) und aperiodisch (Fackeln, Protuberanzen...).

Die unruhige Sonne (SOHO, NASA)
Erst seit ca. 20 Jahren konnte man mit der Satelliten-Technik oberhalb der Erdatmosphäre beweisen, daß mit den Veränderungen auf der Sonnen-Oberfläche sich auch die an der Atmosphären-Obergrenze ankommende Energie ständig ändert. So ist die sgn. Solarkonstante (z.Zt. 1368 ± 8 W/m2) eigentlich eine "Unkonstante" , Quelle:http://www.iup.uni-heidelberg.de/institut/forschung/groups/atmosphere/stratosphere/publications/ pdf/Diplomarbeit_Aaron.pdf).
Wenn sich die an der (fiktiven) Obergrenze der Atmosphäre ankommende Energie verändert, so wird diese Veränderung auch in die Atmosphäre und letztlich bis an die Erdoberfläche weiter gegeben.
F a z i t : Die sich verändernde Sonnenstrahlung ist ein hochwirksamer Klimafaktor !
Gestritten wird derzeit lediglich über den Anteil, den neuzeitliche Veränderungen der Solar(un)konstanten auf die derzeitige Erwärmung haben.
Dazu gibt es in der wissenschaftlichen Literatur sehr gegensätzliche Meinungen :
IPCC (2007) sagt dazu: "Änderungen in der Sonnenaktivität seit 1750 bringen, so wird geschätzt (!??), einen Strahlungsantrieb von 0,12 W/m2. Dies ist deutlich geringer gegenüber dem 2001-Bericht von ursprünglich 0,3 W/m2."
"Seit dem vorherigen Bericht der UN schlagen Solarphysiker in ihren veröffentlichten Berichten vor, daß die Sonne einen viel größeren Einfluss gehabt haben könnte, als oben verkündet. Diese könnte mehr als zwei Drittel der beobachteten Erwärmung verursacht haben. Man erwartet auch, daß sich die Sonnenaktivität in den nächsten 50 Jahren verringern wird."
(Quelle: http://www.scienceandpolicy.org/ , Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).
Bei erhöhter Sonnenaktivität bewirkt die direkt in die Atmosphäre und z.T. bis zum Boden vordringende kurzwellige elektromagnetische Energie-Strahlung der Sonne eine Erwärmung.
Dieser direkte Erwärmungs-Effekt wird begleitet/verstärkt durch einen indirekten Effekt:
Zunehmende Sonnenstrahlung (elektro-magnetisch und Partikeln) verstärkt das abschirmende Magnetfeld der Erde, vermindert folglich das Eindringen der kosmischen Partikeln-Strahlung in die Atmosphäre, vermindert in der Folge auch die Entstehung von Kondensationskernen für Wolken. Das führt letztlich ebenfalls zu einer Erwärmung am Boden und in der Troposphäre (Svensmark, H.; Friis-Christensen, E.: Variation of cosmic ray flux and global cloud coverage, a missing link in solar-terrestrial Physics; J.Atm.Sol.Terr.Phys., 59 (11), 1997, S.1225-1232).
Über das Ausmaß dieses Effektes besteht noch kein wissenschaftliches Einvernehmen (Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.39-40).
Offensichtlich unstrittig ist, daß "...die Solarstrahlung in den vergangenen 60 Jahren ... auf hohem Niveau mehr oder minder konstant geblieben ist..." (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S-40).
Nach neuesten Untersuchungen ist das Sonnenaktivitätsmaximum der letzten Jahrzehnte das
ausgeprägteste seit mindestens 11.400 Jahren (Quelle: Solanki, S. K., Usoskin, I. G., Kromer, B., Schüssler, M. & Beer, J., Unusual activity of the Sun during recent decades compared to the previous 11,000 years, doi:10.1038/nature02995, 2004).
"Zusammenfassend ist festzuhalten, daß die Sonne einen erheblichen Einfluß auf unser Klima hat. Für das 20. Jahrhundert geht das IPCC (2001) von einem Anteil an der globalen Erwärmung von ca. 20% aus; Clausen (2003) nimmt einen Anteil von 25 bis max. 40% an." (Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.41).
Ist das schon "das letzte Wort", oder kommt CO2 bei weiteren Untersuchungen noch mehr runter von der "Anklage-Bank"?
2.) Die Erdbahn-Elemente und die Sonne
Seit 80 Jahren ist bekannt und gut berechnet, daß - vor allem anderen - die ständigen Änderungen der Erdbahn-Elemente im Weltraum und deren zyklische Überlagerung zu den Klima-Schwankungen in der Erdgeschichte geführt haben und führen, weil sich auch dadurch (zusätzlich zu 1.) die solare Einstrahlung auf der Erde ständig verändert (Milutin Milankovic, Mathematische Klimalehre und astronomische Theorie der Klimaschwankungen, 1930).

Nach Milankovic führen geringfügige Änderunger der Erdbahnelemente zu
einer veränderten Sonneneinstrahlung und damit zu entsprechenden
Schwankungen der mittleren Erdtemperatur (Eiszeiten und Warmzeiten)
Die Erdtemperatur in der Vergangenheit lässt sich natürlich nicht mehr direkt messen, aber sie kann aus Lufteinschlüssen aus Eisbohrkernen, beispielweise aus der Antarktis hergeleitet werden. Dazu misst man das Verhältnis der beiden Sauerstoffisotope O18 und O16 in den Lufteinschlüssen. Je kälter es war, um so weniger O18 findet man, weil die Wassermoleküle mit dem schwereren Sauerstoffisotop leichter kondensieren und ausregnen. Die auf diese Weise gewonnenen Temperaturkurven der letzten Jahrhundertausende bestätigen Milankovic eindrucksvoll, denn Sonneneinstrahlung (obere Kurve) und das O18/O16- Verhältnis, also die Erdtemperatur (untere Kurve) sind deutlich voneinander abhängig.

Modifiziert wird das auf der Erde durch die Kontinentalverschiebungen (Alfred Wegener, Die Entstehung der Kontinente und Ozeane, 1912), damit zusammenhängend sich verändernde Meeresströmungen sowie unregelmäßige Phasen von Vulkanismus - Strahlungshaushalt und Albedo verändern sich.
F a z i t 1) + 2) : Klima ist seit Milliarden Jahren ein stets dynamischer Prozeß, der aus dem Weltraum gesteuert wird.
Rückkopplungen mit Gasen (Atmosphäre, Treibhausgase...) spielen nur eine sekundäre Rolle.
Betrachtet man die enormen energetischen Größenordnungen der variablen Sonnenaktivität, der Schwankungen der Erdbahnelemente, der Rückkopplungen im Klima-System Atmosphäre-Erdoberfläche - so kommen Zweifel auf, ob man durch irgendwelche anthropogenen 'Klima-Schutz-Maßnahmen' ein "schön stabiles angenehmes Klima" erhalten oder schaffen kann.
Daher ist der Begriff "Klima-Schutz" naturwissenschaftlich unsinnig; ob er politisch Sinn macht, kann hier nicht erörtert werden.
3.) CO2 - ein Glasdach über unseren Köpfen ?
In der öffentlichen Debatte wird es als bewiesen angesehen, daß die immer wieder erwähnten sogenannten "Treibhaus-Gase" in der Atmosphäre wirken wie ein Glasdach/Glashaus.
Das ist physikalisch falsch, in mehrfacher Hinsicht:
a) Die "Luftfalle" ist der wesentliche Wärme-Effekt eines wirklichen Glashauses/ Treibhauses, nicht die diesbzgl. weniger bedeutsame "Strahlenfalle" (IR-Absorption). Die im Glashaus durch die Sonne oder durch Heizungen erwärmte Luft kann nicht entweichen (Konvektions-Hemmung). Ein Glasdach gibt es aber in der Atmosphäre nicht; schon gar nicht durch irgendwelche Gase, die selbst Bestandteile eines nach oben hin völlig offenen Systems sind.
Quelle: EGB´s Welt
b) Zusätzliches ("anthropogenes") CO2 ist nur eine geringfügige "Strahlenfalle"
Die Treibhaus-Modellierer wissen und akzeptieren das :
(1) : " Es gibt bereits so viel CO2 in der Atmosphäre, daß in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO2 fast vollständig ist, und zusätzliches CO2 spielt keine große Rolle mehr", (Quelle: P.J.Crutzen (Nobelpreis Chemie); T.E.Graedel: Chemie der Atmosphäre, Spektrum Akad.Vlg,, Berlin, 1993, S.414).
(2) : "In der Mitte des 15-μm-Absorptions-Bereiches hat zusätzliches CO2 nahezu keinen Effekt..." (Quelle: IPCC-Bericht 1994).
(3) : "Eine Verdoppelung der Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre allein (bewirkt) nur eine geringfügige Erhöhung der mittleren bodennahen Temperatur um wenige Zehntelgrade (Quelle: H.Hinzpeter, MPI Hamburg, promet, 15, Heft 2/3, 1985, S.49).
Also - woher kommt denn nun die Erwärmung, wenn es das CO2 nicht ist ?
c) Die Treibhaus-Modellierer "entdecken" die Wasserdampf-Verstärkung :
Wasserdampf ist physikalisch der gasförmige Aggregatzustand des Wassers, also ein Gas und z.B. keine Wolke. Wasserdampf ist in der Atmosphäre von Natur aus seit Millionen Jahren der "Hauptabsorber" von Infrarot-Strahlung (nahezu 70% der von allen Gasen absorbierten Strahlung).
Nicht CO2, sondern der Wasserdampf soll nun die Treibhaus-Modelle "retten".
Dazu sagte das MPI Hamburg schon 1985: da "... die Verdoppelung (von CO2) nur die von den Flanken der Kohlendioxidbanden herrührende Gegenstrahlung erhöhen würde, führt diese Temperaturerhöhung jedoch in der Folge zu einer Vermehrung der Wasserdampf-konzentration in der Atmosphäre, die zu einer wesentlich höheren Zunahme der Gegenstrahlung und damit zu der bekannten angenommenen Erhöhung der Mitteltemperatur um zwei bis drei Grad Celsius führen würde." (Quelle: H.Hinzpeter, MPI Hamburg, promet, 15, Heft 2/3, 1985, S.49).
Und IPCC (2001): "Der Wasserdampf-Feedback ist nach wie vor der durchweg wichtigste Rückkopplungseffekt, der die von den allgemeinen Zirkulationsmodellen als Reaktion auf eine CO2-Verdoppelung vorhergesagte globale Erwärmung verursacht".
(Quelle: IPCC, Climate Change 2001, Working Group I: The Scientific Basis, Contr.Wok.Gr.I, 3rd Ass.Rep.IPCC, Ch.7.2.1.1).
F a z i t : Nicht CO2 ist "schuld", sondern der Wasserdampf.
Jedoch - dazu sagen Kritiker, "...daß sich der atmosphärische Wasserdampf überhaupt nicht am CO2-Gehalt der Atmosphäre orientiert" (H.Hug, Die Angsttrompeter, Signum-V., München, 2006, S.227).
So ist auch in der Meteorologie unstrittig, daß z.B. über den Ozeanen die Verdunstung von der schwankenden Intensität der (West-) Wind-Strömung (z.B. Nordatlantische Oszillation = NAO), von Wolken und Einstrahlung, vom Vertikal-Austausch (Konvektion), von der Wassertemperatur ... abhängt, und nicht vom CO2-Gehalt der Atmosphäre.
d.) Wolken sind "flüssiges" Wasser
Wolken bestehen aus Wassertröpfchen (1 Mikrometer bis 1 mm). Sie reflektieren anteilig Strahlung von Sonne und Erde.
Wolken sind i.S. der Strahlungsgesetze auch Absorber und Strahler. Sie emittieren IR-Strahlung entsprechend ihrer jeweiligen Temperatur.
Jedoch : Wolken sind keine Gase, und schon gar keine "Treibhaus-Gase".
Die Klimawirksamkeit der Wolken ist weitgehend unbekannt: "... die größten Schwierigkeiten (sind) in der Klimaforschung bei der genauen Parametrisierung ... von Wolken zu sehen ..." und es "...hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, daß bei den Wolken die Reduktion der Sonneneinstrahlung nicht ganz durch ihre Erhöhung der thermischen Strahlung zum Boden kompensiert wird. Daher haben sie im Gegensatz zu den Treibhausgasen netto einen kühlenden Einfluß auf das Klimasystem" (Quelle: Bakan/ Raschke, Der natürliche Treibhauseffekt, in: promet, H.3/4 2002, S.91 u. S.93).
Neueste Veröffentlichungen eines internationalen Wolkenprojektes (ISCCP) lassen weitere Zweifel an der CO2-Treibhaus-Hypothese aufkommen: Die mittlere weltweite Wolkenbedeckung hat zwischen 1986 und 2000 von 69% auf 65% abgenommen. Infolgedessen wurde eine einstrahlungsbedingte (und von CO2 unabhängige!) Erwärmung von 0,25°C errechnet, was weitgehend die beobachtete Erwärmung (IPCC) für diesen Zeitraum erklärt. Seit 2000 nimmt die weltweite Wolkenbedeckung wieder zu: 1998 bis 2004 um 1,4%, und die Temperaturen sind seit 1998 weltweit wieder etwas zurückgegangen (vgl. IPCC-Kurve, sowie Quelle: "International Satellite Cloud Climatology Project" (ISCCP),http://isccp.giss.nasa.gov/).
Fazit: Wie denn nun: Die Wasserdampf-Verstärkung "soll" die Erde "erwärmen", aber mehr Wasserdampf schafft zugleich mehr Wolken, und die "kühlen" wieder ! Was bleibt ?
e.) "Die wärmende Gegenstrahlung"
In den Medien und leider z.T. auch in der (populär-)wissenschaftlichen Literatur wird der THE so dargestellt, als ob die "Gegenstrahlung" der THG die Erde aktiv aufheizt und die Erwärmung der letzten 100 Jahre verursacht hat. Zunächst: Die Gegenstrahlung entsteht dadurch, daß einige Gase in der Atmosphäre Teile derjenigen IR-Strahlung absorbieren (Linien-Spektren), die von der Erdoberfläche ausgeht. Die Gase re-emittieren diese Strahlung (wiederum in einzelnen Emissions-Linien), zum Teil in den Weltraum, zum Teil zur Erdoberfläche hin. Würde sich dadurch nun die Erde ständig aufheizen, so wäre dieses das "perpetuum mobile" der Strahlungs-Physik: Die Erde würde sich durch ihre eigene abgestrahlte Energie ständig erwärmen. Das ist physikalisch unmöglich. Allerdings - die THG verhindern (insbesondere nachts), daß sich die Erdoberfläche schneller abkühlt als ohne THG. Veranschaulichen kann man das vielleicht mit dem Effekt einer Wolldecke: Diese ist keine selbstständige Energie-Quelle, sondern sie verlangsamt die Abkühlung eines Körpers. Jedoch: Auch eine Wolldecke ist kein "Glasdach", sie ist für Luft und somit für Konvektion durchlässig. Legt man sich in einem Schlafsack nachts unter freien Himmel, so fängt man irgendwann an zu frieren!
Es "...existiert für die Strahlungsübertragungsgleichung leider keine einfache Lösung ... und es müssen geeignete Näherungsverfahren für diese Aufgabe genutzt werden" (Quelle: Bakan/ Raschke, Der natürliche Treibhauseffekt, in: promet, H.3/4 2002, S.93).
In dem neuesten atmosphärischen Energie-Bilanz-Modell der NASA-Forschungsinstitute kommt die "Gegenstrahlung" nicht mehr vor !
(Quelle: http://eosweb.larc.nasa.gov/EDDOCS/images/Erb/components2.gif)
4.) CO2 + Temperatur in der Nacheiszeit (HOLOZÄN)
In der Nacheiszeit (10.000 Jahre) lag CO2 bis vor 150 Jahren ziemlich konstant bei 280 ppm, trotzdem hat es Klima-Schwankungen gegeben, z.B. :
o "Optimum des Holozäns" (6000-4000 v.Chr. /"grüne Sahara")
o "Optimum der antiken Hochkulturen" (3000-1000 v.Chr. / Sumer, Babylon, Ägypten...)
o "Kälteperiode der Völkerwanderungen" (350-550 n.Chr.)
o "Mittelalterliches Klima-Optimum (900-1200 n.Chr. / Wikinger in Grönland)
o "Die kleine Eiszeit" (ca. 1400-1800 n.Chr.)
Kein erkennbarer Zusammenhang zwischen CO2 und der Erdtemperatur
Es gibt unzählige wissenschaftliche Literatur-Quellen, welche für die überlieferten Ereignisse aus diesen Klimaphasen deutlich größere Temperatur-Schwankungen (in den Warmzeiten bis zu 3°C "über heute") voraussetzen, als sie die "derzeitigen Klima-Katastrophiker" bieten.
So sagt z.B. Prof. Negendank (GFZ Potsdam) : "Die Variabilitäten (der Temperaturwerte) waren jedoch allein seit römischer Zeit bis in die kleine Eiszeit größer" als heute (Quelle: Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven", in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38).
Chr. Monckton: "An einigen Stellen war das Mittelalter bis zu 3°C wärmer als heute. Es gibt Beweise in wissenschaftlichen Berichten weltweit, daß die MWP global auftrat". (Quelle: www.scienceandpolicy.org, Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).
Eine CO2-Treibhaus-Steuerung entfällt, es gab keine CO2-Schwankungen!
So sagt z.B. Prof. Negendank (GFZ Potsdam) : "Die Variabilitäten (der Temperaturwerte) waren jedoch allein seit römischer Zeit bis in die kleine Eiszeit größer" als heute (Quelle: Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven", in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38).
Chr. Monckton: "An einigen Stellen war das Mittelalter bis zu 3°C wärmer als heute. Es gibt Beweise in wissenschaftlichen Berichten weltweit, daß die MWP global auftrat". (Quelle: www.scienceandpolicy.org, Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).
Eine CO2-Treibhaus-Steuerung entfällt, es gab keine CO2-Schwankungen!
5.) Haben wir heute den höchsten CO2 -Wert "aller Zeiten" ?
Nein! Über die vergangenen 250 Millionen Jahre der Erdgeschichte hinweg bis vor etwa zwei Millionen Jahren lag der CO2-Gehalt der Atmosphäre durchgehend über dem heutigen Wert von 380 ppm, die meiste Zeit sogar beim doppelten oder dreifachen Wert - bis hin zu 1400 ppm!
(ppm=parts per million; 1 ppm=1 Teil auf 1 Million Teile)
1. U.Berner u. H.Streif, Klimafakten, Nägele, Stuttgart, 2001;
2. C.McElwain et al., Nature, 435, 479, 2005)
6.) CO2 und Temperatur : Wer folgt wem ?
In der Öffentlichkeit wird suggeriert: 'Je mehr CO2, je wärmer wird es - einem CO2-Anstieg folgt zwangsläufig ein Temperaturanstieg'.
Diese Auffassung gilt seit einigen Jahren als überholt, denn Forscher aus USA, Rußland und Deutschland/AWI haben bei den Auswertungen der antarktischen Eisbohrkerne das genaue Gegenteil festgestellt (Quelle: Alfred-Wegener-Institut, AWI-Report, 2004/05, Bremerhaven) : "Eine detaillierte Untersuchung der Phasenbeziehung zwischen Temperatur und CO2 zeigt, daß die Glazial/Interglazial-Änderungen der CO2-Konzentration primär von der Temperatur kontrolliert werden und CO2 nur sekundär zu einer Treibhaus-Rückkopplung führt."
Erst steigt die Temperatur und dann in einem Abstand
zwischen 500 und 1500 Jahren (!) erst das CO2 !
Zu dem gleichen Ergebnis kommen auch andere Wissenschaftler für den Zeitraum der vergangenen 250 Mill. Jahre: "Rekonstruktionen der Klima-Vergangenheit machen deutlich, daß CO2 nicht die treibende Kraft für die Temperatur-Entwicklung in der Vergangenheit war" (Quelle: U.Berner u. H.Streif; Klimafakten, Nägele, Stuttgart 2001).
Fazit : Diese neuen Forschungsergebnisse stellen die bisherige Treibhaus-Hypothese in Frage ("...auf den Kopf ?").
7.) Ist unser Wetter extremer geworden ?
Dazu sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) eindeutig : "Bei extremen Wetterereignissen sind in Deutschland hingegen bisher keine signifikanten Trends zu beobachten gewesen. Auch solche Ereignisse wie die Hochwassersituation 2002 gehören zum normalen Repertoire unseres Klimas."(Quelle: Mitteilungen der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, 3/2002, S. 2).
Zum gleichen Ergebnis kam der "Extremwetter-Kongreß 2006" in Hamburg - weltweit ! (Quelle: WETTERmagazin, 04/2006).
Damit stimmt auch IPCC überein: "Das IPCC konnte auf globalem Niveau keinen Trend bei den Extremwetterereignissen erkennen und zuordnen" (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.137).
Und weiter a.a.O.: "Die Analysen der Langzeitdatenreihen der Naturkatastrophen-Schäden zeigen, daß gesellschaftlicher Wandel und wirtschaftliche Entwicklung hauptsächlich für die ansteigenden Schäden bis heute verantwortlich sind."
Diese Aussage trifft auch immer wieder der weltweit größte Schadens-Rückversicherer: "... der Hauptgrund für die markant steigenden Schadensummen durch Naturkatastrophen (ist) in den sozio-ökonomischen Bedingungen (Wertekonzentration und Besiedlung exponierter Regionen, Bevölkerungszunahme, höhere Schadenanfälligkeit) zu suchen." (Quelle: T.Grimm, Münchener Rückversicherung, 'Starke Zunahme der Schäden durch Hurrikane'; in: WETTERmagazin 04/2006, S.31).
8.) KATRINA ... und andere Stürme
KATRINA war der Sturm, der "Den größten Schaden in der amerikanischen Geschichte..." anrichtete "...mit geschätzten 100 Milliarden Dollar..." (Quelle: L.Kins, Das Hurrikan-Rekordjahr 2005, Nat.Rdsch. 3/2006, S.129ff). Soweit die gesicherten Fakten.
Der "stärkste Hurrikan aller Zeiten" war Katrina nicht, da wurde er schon etliche Jahre vorher zumindest von "WILMA" übertroffen (Quelle w.o.). Was in den Jahrzehnten und Jahr-hunderten vor 1944 war, das weiß ohnehin niemand, denn wir verfügen erst seit 1944 über Beobachtungen und Statistiken - ganze 60 Jahre. So ist also auch bei Wirbelstürmen mit (Medien-)Aussagen zu KATRINA wie "Jahrhundertsturm", "schlimmstes Sturm-Monster aller Zeiten", "nie dagewesenes Ereignis..." äußerste Vorsicht geboten!
Daher ist es denn folgerichtig, wenn die o.a. Kins-Studie zu dem Ergebnis kommt:
"Die meisten Klimaforscher sehen die Rekord-Saison 2005 noch im Rahmen der natürlichen Schwankungen".
"Die NOAA - der amerikanische Wetterdienst - hat in einem Statement vom 29.12.2005 erklärt, daß Hurrikan-Forscher und Meteorologen der NOAA (aber nicht alle) davon ausgehen, daß die gegenwärtige Verstärkung (bis 2005) der Hurrikan-Aktivitäten primär das Ergebnis einer natürlichen Fluktuation im tropischen Klimasystem ist" (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.124).
Das sieht übrigens IPCC genau so: "Es gibt keinen Trend in der Zahl der tropischen Zyklonen" (Quelle: www.scienceandpolicy.org, Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).

Tropische Zyklone (Wirbelstürme, Hurrikans) entstehen über tropischen Meeren mit mindestens 26°C warmem Wasser. Je wärmer das Meerwasser ist und je mehr Wasser verdunstet, desto mehr Energie steht dem Hurrikan zur Verfügung. Bei der Wolkenbildung in der Höhe (Kondensation) wird die bei der Verdunstung des Wassers verbrauchte Energie wieder freigesetzt. Diese Energie verursacht als Wärme einen starken Auftrieb, die Luft von der Meeresoberfläche steigt in die Höhe. Damit entsteht am Fuß des Wirbels ein sich verstärkendes Tiefdruckgebiet, das immer mehr feuchtheiße Luft von allen Seiten (auch von oben) ansaugt. Das Wolkensystem dreht sich auf Grund der Erdrotation, weil so die Coriolis-Kraft wirksam wird. Es verstärkt sich über warmem Wasser immer weiter und dreht sich immer schneller. Im Zentrum bildet sich ein beinahe windstilles Auge. Der neu entstandene Wirbelsturm wird mit den allgemeinen Luftströmungen mit befördert.
Seit KATRINA wird auch in deutschen Medien immer wieder behauptet, Stürme und Sturmfluten hätten an der Nordsee seit Jahren zugenommen. Eine Untersuchung (K.E.Puls, NR 11/2006, S.605) beweist das Gegenteil: Seit einem relativen Maximum um 1990 haben im Nordatlantik und in der Nordsee schwere Stürme, Sturmfluten und der Index der Nordatlantischen Oszillation (NAO) bis 2006 kontinuierlich abgenommen. Seit Winter 2006/07 gibt es allerdings wieder eine Zunahme. Das ist im Zusammenhang mit der NAO-Schwankung normal.
Der Deutsche Wetterdienst sagt: "Orkane der Größenordnung von "Kyrill" (18.01.2007) sind alle 10-20 Jahre zu erwarten. Ein direkter Bezug zum Klimawandel läßt sich aus solchen Einzelereignissen nicht herstellen. Betrachtet man die Stürme und Orkane der letzten 30 Jahre, so hat bislang weder deren Häufigkeit noch deren Intensität zugenommen".
(Pressemiteilung DWD vom 22.01.2007)
9.) Abgeschmolzene Pole - wie dramatisch ist es ?
Zum Nordpol werden dramatische Trends vermittelt.
Das sieht das Alfred-Wegener-Institut sehr viel zurückhaltender (AWI, Beispiele aus unserer Forschung, 2002, Bremerhaven, S.25) : "Deutlich ist zu sehen, daß das Eisvolumen ... starken dekadischen Schwankungen unterworfen ist. Insgesamt ergibt sich aber eine sehr geringe Abnahme des Eisvolumens von 4% pro Jahrzehnt.
Die Ursachen für die Schwankungen liegen hauptsächlich in der Luftdruckverteilung und den damit vorherrschenden Winden (NAO). Die Lufttemperatur spielt nur eine sehr geringe Rolle."
"Die hohe Komplexität des arktischen Klimasystems erschwert nach Ansicht des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven (AWI) verläßliche Prognosen, insbesondere da natürliche Klimaschwankungen eine große Rolle bei den Temperaturveränderungen in den letzten Jahrzehnte gespielt haben." (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.39-40).
"Zwally (2005) kommt an den Rändern Grönlands zu einem deutlichen Rückgang der Eismassen, aber insgesamt zu einem leichten Zuwachs der gesamten Eismassen in Grönland." (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.131), und a.a.O.(S.132) weiter "Die Messungen der Veränderungen der grönländischen Eis- und Schneemassen haben bisher noch keinen eindeutigen Trend ergeben".
Die Antarktis zeigt einerseits regional größere Eisabbrüche, andererseits aber insgesamt ein Anwachsen des Eisschildes über dem Inland - infolge zunehmender Schneefälle :
"Die Eismassen in Grönland und der Antarktis haben in den letzten 30 Jahren zugenommen, und überkompensieren bei weitem den Verlust an Gletschereis". (Quelle: http://www.oekologismus.de Klima, Klimaforscher, der IPCC Vorbericht und die Wahrheit , Februar 2007).
"Die Sommertemperaturen sind in Teilbereichen (der Antarktis) angestiegen, in anderen Südpolarregionen ist die Temperatur in den letzten 50 Jahren konstant geblieben bzw. leicht gefallen. Der teilweise Temperaturrückgang in der Antarktis, der von den Modellen her nicht erwartet war, wird auf verschiedene Ursachen zurückgeführt." (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.127).
"In den letzten 30 Jahren hat die Masse der antarktischen Eiskappe zugenommen, einen 6000-jährigen langen Trend umgekehrt. Die Antarktis enthält 90 % des Eises in der Welt und wächst."
(Quelle: http://www.scienceandpolicy.org/ , Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/).
10.) Abgeschmolzene Alpen-Gletscher - gab es das so noch nie ?
Zum Abschmelzen der Alpen-Gletscher sagen die Alpenexperten aus Österreich:
(http://www.zamg.ac.at) (Zitat): "Zu Beginn des Millenniums (9.-12. Jh.) waren die Alpengletscher ähnlich klein, evtl. noch kleiner als heute."
Und weiterhin wird von den österreichischen Alpen-Experten gesagt, daß sich die Gletscher seit Beginn des 20. Jahrhunderts "... in Richtung des Minimalstandes zu Beginn des Millenniums, zur Zeit des mittelalterlichen Klimaoptimums, bewegen", - also schon aufgrund natürlicher "üblicher" Klima-Schwankungen ihr Minimum noch nicht erreicht haben. Nachhaltiger menschlicher Eingriffe in die Atmosphäre (CO2-Debatte) oder direkt in die Alpenregion bedarf es folglich gar nicht, um solche Veränderungen herbei zu führen. Die Natur führt es auch alleine vor, früher wie heute!
Die gleiche Meinung vertritt z.B. auch Prof. Jörg Negendank (GFZ Potsdam) : "In der Römerzeit muss zumindest im Alpenraum ein wärmeres Klima als heute geherrscht haben, da der große Aletsch-Gletscher weiter zurückgezogen war" (Quelle: Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven", in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38).
Die Gletscher " ...schmelzen in den Alpen, aber ca. 100 andere wachsen in Skandinavien, Alaska, Canada, Südamerika, Neuseeland und weiten Teilen der Antarktis" (Quelle: http://www.oekologismus.de Klima, Klimaforscher, der IPCC Vorbericht und die Wahrheit , Februar 2007).
Eine entsprechende Auflistung mit Zuwachsraten findet sich bei:
(http://www.iceagenow.com/List_of_Expanding_Glaciers.htm).
"Auch in Norwegen und Neuseeland wurden wachsende Gletscher gefunden. Aussagen über globale Veränderungen lassen sich daher nur begrenzt machen."
(Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.125).
11.) Der Meeresspiegel - dramatischer Anstieg ?
Seit 30 Jahren verbreiten Forschungs-Institute und Medien Horror-Vorhersagen von meterhoch ansteigenden Meeresfluten sowie überfluteten Küsten und Inseln. Nur "leider" - der Meeresspiegel folgt dem nicht!
In der Erdgeschichte ist der Meeresspiegel immer in Bewegung - aufwärts und abwärts. Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit (20-15.000 v.h.) lag der Meeresspiegel um ca. 120-140 Meter unter dem heutigen Niveau (Quelle: C.D.Schönwiese, Klimaschwankungen, Spriger-V. Berlin, 1979). Seither ist er im Wesentlichen angestiegen (Transgression), allerdings insbesondere in den letzten 4000 Jahren immer wieder unterbrochen von Zurückweichen (Regressionen).
Dieses ist z.B. für die deutsche Nordseeküste wissenschaftlich detailliert gesichert (Quelle: K.-E. BEHRE, Probleme der Küstenforschung, Bd.28, Isensee-Verlag, Oldenburg, 2003). Danach waren Meeresspiegel-Schwankungen von 1-2 Metern in wenigen Jahrhunderten nicht ungewöhnlich. Seit 1600 bis heute ist die Nordsee um 135 cm gestiegen. Das sind im Mittel 33 cm/Jh.
Somit liegt der Anstieg des Cuxhavener Pegels von 1900-2000 mit 25 cm eher im unteren Randbereich der naturgegebenen Schwankungen : (Quelle: http://www.zukunftelbe.de/Projektbuero/in_der_disk/hochwasserschutz/grundlagen/index.php).
Außerdem geht zumindest ein Teil davon auf Küstenabsenkung zurück: "An der Nordsee wird für die Pegel Cuxhaven und Alte Weser zwar ein Anstieg um ca. 25 cm seit 1900 gemessen. Er wird aber nicht aus einer Zunahme des Wasservolumens der Weltmeere, sondern aus einem noch nicht beendeten Absinken des Festlandes erklärt..." (Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gunnar_heinson_meeresspiegelhoehe_und_weltbevoelkerung/
Nach einer 2007 an der Universität Bremen vorgetragenen Quelle gibt es für 60 Pegel der USA an der Atlantik- und Pazifik-Küste einschließlich Alaska und pazifischer Inseln zwischen 1950 bis 1999 keinen mittleren Meeresspiegelanstieg. Außerdem: "Bei den Altpegeln von New York und San Francisco gibt es sogar seit 1850 keine Änderung". (Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gunnar_heinson_meeresspiegelhoehe_und_weltbevoelkerung)
Nach dem jüngsten IPCC-Bericht (2007) lag der Anstieg im 20. Jahrhundert weltweit im Mittel bei 17 cm (IPCC 2007).
Von "Flut-Katastrophen" also derzeit keine Spur!
Dabei hat sich der Anstieg sogar verlangsamt, von 10 cm in der ersten Hälfte auf 7 cm in der 2. Hälfte des 20.Jh. !
(Quelle: http://www.agu.org/pubs/crossref/2007/2006GL028492.shtml, S. J. Holgate vom Proudman Oceanographic Laboratory, Liverpool, UK, 2007).
Möglicherweise hat diese "Verlangsamung" mit dazu beigetragen, daß IPCC seine Prognosen für 2100 zurückgenommen hat (wie auch bei den Temperaturen, à 15.): Von 9-88 cm (IPCC 2001) auf 18-59 cm (IPCC 2007)!
Welche Schlußfolgerungen können/"sollen" Deich-Bauern und Küsten-Schützer aus 10...90 cm Nordsee-Anstieg ziehen (Faktor 10!) ? Wie hoch denn nun sollen sie die Deiche bauen? Wer bezahlt den "Sicherheits-Faktor" 10 oder gar 100 ?
Zu den IPCC-Meeresspiegel-Szenarien gibt es im web viele kritische Stimmen, z.B.:
"Es gibt keinen Grund, eine wesentliche Beschleunigung der Meeresspiegelanstiegsrate zu erwarten. Die Projektionen beruhen auf dem Modellieren, nicht auf Beweisen".
(Quelle: http://www.scienceandpolicy.org/ , Deutsche Übers.: M. Limburg, 8.2.07, http://www.oekologismus.de/ ).
12.) Die Wüste lebt
Immer wieder gehen Meldungen durch die Medien, daß die Wüsten sich rasch ausbreiten. Zumindest für die Sahara scheint das nicht zu stimmen:
"Das Resultat ... ist eine Ausweitung der Grünfläche zu Lasten der Wüste Sahara. Diese schrumpfte in den letzten 20 Jahren um ca. 300.000 km2. D.h. ... ein Gebiet fast so groß wie Deutschland (357.000 km2)". (Quelle: http://www.oekologismus.de/, Argus, Februar 2007).
13.) Umweltkatastrophen = Wetter-/Klima-Katastrophen ?
Bei vielen Aussagen in den Medien wird suggeriert, daß (auch) Tsunamis, Vulkanausbrüche, Erdbeben, ... etc. etwas mit dem CO2-Anstieg und der sgn. "Klima-Katastrophe" zu tun hätten.
Dieses ist naturwissenschaftlich Unfug.
14.) Ist der "Anthropogene Treibhauseffekt" bewiesen ?
Dazu einige (wenige) Zitate:
Jörg Negendank (GFZ Potsdam): "Es ist fraglich, inwieweit der Mensch das Klima beeinflusst hat und beeinflusst" (Quelle: Prof. Dr. Jörg Negendank, GFZ Potsdam, Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven", in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38). Michael Crichton, Wissenschafts-Autor (USA), schrieb (nachzitiert nach SPIEGEL 45/06, S.82,3.Sp.,4.Abs.): "Niemand weiß, inwieweit der derzeitige Erwärmungstrend vom Menschen verursacht wird". Klaus Hasselmann (sz. Direktor des MPI für Meteorologie in Hamburg) in Science (1997) "Die Frage, ob der Anstieg der Temperaturen im letzten Jahrhundert tatsächlich vom Menschen verursacht wurde oder ob es sich einfach um eine natürliche Variabilität des Klimas handelt, bleibt kontrovers". Benjamin Santer vom Lawrence Livermore National Laboratory (USA) zur gleichen Frage "Die Zweifel sind da" (Science). Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft in der "Stellungnahme der DMG zu den Grundlagen des Treibhauseffektes" ( Berlin, DMG-Selbstverlag, 1999): "Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte". In der Überarbeitung (2001) ist die DMG dann allerdings etwas "mutiger": "Auch wenn die Ursachen der beobachteten Klimaänderungen kompliziert sind und die Rolle der natürlichen Klimaänderungen noch keinesfalls ausreichend geklärt ist, geht die globale Erwärmung der letzten 100-150 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit auf menschliche Aktivitäten zurück...". Dieser Satz enthält zwei Konjunktive und eine Wahrscheinlichkeits-Annahme - ist das eine Vertrauens-Basis für ein "5,5-Billionen-Euro-Bingo", wie es jüngst in London Nicholas Stern und Tony Blair ankündigten ?
15.) Die Prognosen der Treibhaus-Modellierer - was sind sie wert ?
Zunächst: Die sogenannte "Hockey-Stick-Kurve" von M.E.Mann (2003) wurde inzwischen international als falsch erkannt und wird kaum noch zitiert; sie taucht auch im neuesten IPCC-Bericht (2007) nicht mehr auf !
Das manchmal verwendete Argument der Treibhaus-Modellierer, ab den 40-er Jahren hätten zunehmend anthropogene Sulfat-Einträge in die Atmosphäre zu dieser Abkühlung geführt, wird durch Messungen in grönländischen Schnee-Ablagerungen widerlegt: Die Sulfatgehalte zeigen zwischen 1940-1960 überhaupt keinen Trend. Sie steigen erst ab Ende der 60-er Jahre, wobei auch die Temperaturen ab ca. 1970 wieder steigen - ein Widerspruch in sich (Quelle: L.Bengtsson, Natürliche und anthropogene Antriebe des Klimasystems, promet, H.4, 2004, S.195, Abb.29-9).
Andererseits - seit Anfang der 70er Jahre werden von Klima-Instituten, Wissenschaftlichen Verbänden und Gesellschaften sowie internationalen Gremien Klima-Szenarien veröffentlicht, die in der Öffentlichkeit als Prognosen dargestellt werden (was von den Treibhaus-Modellierern meist unwidersprochen bleibt). Am bekanntesten ist das IPCC. Im Mittelpunkt steht dabei überwiegend die Lufttemperatur. Meist wird als Randbedingung eine Verdoppelung des heutigen CO2-Wertes angenommen.
Die ersten Szenarien ab ca. 1970 gingen für die nächsten 100 Jahre von einer Erwärmung von 1-2°C aus. 1977 wurden dann schon 2-3°C geboten (Augustson/Ramanathan, A radiativ-convective model study of the CO2 climate problem, J.Atm.Sc. 34, 448). Doch bald wurde tüchtig drauf gesattelt. So wurde im Bericht einer Enquete-Kommission für die Bundesregierung (Bonn, 1988, S.434) schon ein Szenario plus 0,9-4,5°C bis 2100 präsentiert und medienwirksam veröffentlicht. Bis 2001 waren die IPCC-Szenarien bei 1,4-5,8°C angelangt (IPCC, Cambridge, 2001). Die USA als 'Land der unbegrenzten Möglichkeiten' bieten gar bis zu +8°C für die nächsten 100 Jahre (Berkeley-Univ. Calif., nachzitiert nach aufbau 9/06, S.20).
Seit 1998 wird es wieder kühler. (http://www.metoffice.gov.uk/research/hadleycentre/CR_data/Annual/HadCRUG.gif )
Vielleicht hat das dazu beigetragen, daß im neuesten IPCC Bericht 2007 die Temperaturen (wie auch der Meeresspiegel, à 11.) zurückgenommen werden: "Die Gleichgewichts-temperatur - wenn das CO2 sich bei 550 ppm stabilisiert hat - wird sehr wahrscheinlich zwischen 1.5°C und 4.5°C liegen, und wahrscheinlich mindestens 2°C über den 1750er-Werten liegen. Die beste Schätzung ist 3°C." (Quelle: IPCC-Berichtr 2007).
Was sollen 'handelnde' Menschen mit solchen Lotto-Zahlen anfangen? Temperaturen von 1...8 Grad - was entnimmt der Bürger dem? Weniger als 2°, oder dürfen es doch eher 6,4 Grad sein ??
Immerhin - es mehren sich besonnene und auch sehr kritische Stimmen, z.B. :
(1) Das Alfred-Wegener-Institut, für Meeres- und Eis-Forschung international renommiert: "In der Diskussion um einen Klimawandel auf der Erde wird häufig von dramatischen Änderungen des Meeresspiegels gesprochen. In den Medien findet man Berichte über abschmelzende Polkappen oder zukünftige Eiszeiten. Unsere Forschung belegt, daß diese Zukunfts-Szenarien häufig übertrieben dargestellt werden." (AWI, Beispiele aus unserer Forschung, Bremerhaven, 2002, S.29)
(2) Prof. Dr. J. Negendank (GFZ Potsdam) stellt die Klima-Modelle grundsätzlich in Frage: " Das Klima ist zur Zeit unberechenbar und unkalkulierbar", und weiter zu den Klima-Modellen : "dass man sich bewusst bleiben muss, dass es sich um Szenarien handelt, die auf vereinfachten Annahmen beruhen. Das Klimasystem ist aber bei weitem komplexer und wird auch in Zukunft Überraschungen bereithalten"
(Quelle: Die Geschichte des Klimas aus geobiowissenschaftlichen Archiven, in: Klima im Wandel, UWV/BTU Cottbus, Eigenverlag, 2001, S.32-38)
(3) Die VGB-Studie kommt zu dem Ergebnis "Neben den systeminhärenten Unsicherheiten, dem Klimarauschen, das sich aus den Nichtlinearitäten und Instabilitäten der Dynamik des Klimas ergibt, gibt es weitere Unsicherheiten aufgrund der mangelnden Kenntnis des Systems. ... Es können immer nur Teilaspekte des Klimasystems und ihre Änderungen aufgrund bestimmter Störungen beschrieben werden." (Quelle: Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.103).
(4) Bill Bryson kommt nach umfangreichen Literatur-Studien zu dem Ergebnis: "Für das Klima sind so viele Faktoren verantwortlich, .... daß die Aufklärung vergangener Vorgänge ebenso schwierig ist wie Voraussagen..." und weiter "Erstaunlicherweise haben wir keine Ahnung, was für die Zukunft wahrscheinlicher ist: Ein Zeitalter der tödlichen Kälte oder ... der glühenden Hitze" (Quelle: Bill Bryson, Eine kurze Geschichte von fast allem, Goldmann, München, 2005, S. 544 bzw. 546).
Die Erde wird nicht nur wärmer (rot), sondern in vielen
Gegenden auch kälter (blau); verglichen werden die mittleren
Temperaturen in den Zeiträumen 1931-1960 und 1961-1960)
F a z i t 1-15 :
Wir müssen uns von der Erwartungshaltung verabschieden, daß wir uns durch irgendwelche anthropogenen Maßnahmen wie z.B. Minderung/Einstellung der CO2-Emission ein "schön angenehmes stabiles Klima" erhalten oder schaffen können.
Unser Klima wird nicht auf der Erde, sondern im Weltraum gemacht.
Die auf die Erde auftreffende Strahlungsintensität der Sonne verändert sich ständig: Direkt durch Prozesse auf/in der Sonne selbst, indirekt durch die sich überlagernden Zyklen und Rhythmen der Erdbahnelemente und die daraus folgenden veränderlichen Positionen der Erde zur Sonne.
Alles, was dann auf der Erde im Klimasystem "Atmosphäre-Meere-Eis-Biosphäre-Erdboden" folgt, das sind komplizierte Rückkopplungen, die sich auch nicht halbwegs zuverlässig durch ein "Modell" vorhersagen lassen - es sei denn, man ist mit Lotto-Zahlen zufrieden.
Schließlich auch das noch:
Wir sind auf dem besten Wege, die Bürger mit ständigen Katastrophen-Warnungen abzustumpfen, so daß diese auch real verbleibende Gefahren irgendwann nicht mehr ernst nehmen.
"Zu guter letzt" :
Der Mensch atmet Sauerstoff ein und CO2 aus - pro Tag etwa 1 kg CO2, pro Jahr rund 400 kg/Person.
Hochgerechnet auf 82 Mill. Bürger in Deutschland ergibt dies eine Emission von rund 30 Mill. t CO2 pro Jahr. Das sind 3,5% der CO2-Emission in Deutschland (2004: 870 Mill.t).
Auf der Erde leben rund 6,5 Mrd. Menschen, entsprechend einer Ausatmung von etwa 2,6 Mrd. t CO2 im Jahr , entsprechend rund 10 % der weltweiten industrieellen Emission (incl. Kfz 2004: 28 Mrd. t ). Das ist rund das Dreifache der in Deutschland pro Jahr durch alle Emittenten zusammen freigesetzten Menge !
(Quelle: http://www.buerger-fuer-technik.de/body_co2-abgabe_an_die_atmosphare.html )
Wird es da nicht höchste Zeit, daß man in die Atemwege der Menschen einen CO2-Katalysator einbaut? Technisch sollte das doch kein Problem sein, denn wie sagte die Frau Bundeskanzlerin im Rahmen der Debatte um die Auto-Abgase ganz richtig: "Die gesamte Kreativität unserer Forscher und Ingenieure ist gefragt!".
Die öffentliche "Verteufelung" von CO2 als "Gift" ist absurd: Ohne CO2 gibt es keine Photosynthese, keine Assimilation, kein Pflanzenwachstum, keine Ernährung von Tieren und Menschen !
Jahrgang 1939,
Schule und Abitur in Mecklenburg ;
Ab 1960 Studium der Naturwissenschaften in Rostock und Westberlin.
1968 Diplom in Meteorologie an der FU Berlin, dort 1969/70 Wissenschaftlicher Angestellter mit dem Forschungs-Schwerpunkt Atmosphärisches Ozon.
Ab 1970 Deutschen Wetterdienst:
1971-1978 Seewetteramt Hamburg (Arbeitsschwerpunkte: Seewetterdienst, Schiffsrouten-Beratungsdienst, ab 1975 Leiter der Gruppe Laderaum-/Schiffsraum-Meteorologie.
10 Seereisen als Bordmeteorologe auf Fischereischutzbooten, Forschungsschiffen und Handelsschiffen.
1976-1978 Mitarbeit im Normen-Ausschuß "Technoklimate" (DIN 50 019).
1978-1984 Leiter der Agrarmeteorlogischen Beratungs- und Forschungsstelle Bonn.
Aufbau eines zeitkritischen Beratungssystems mit den Landwirtschaftskammern: Regionale Telefonansagen, Bildschirmtext, Wochenberichte;
Lehrauftrag im Fach "Agrarmeteorologie" an der Universität Bonn.
1983 Mitbegründer der Stiftung Deutscher Pollen-Informationsdienst, 10 Jahre Vorstands-Mitglied.
1984-2000: Leiter des Wetteramtes Essen.
Nach der deutschen Wiedervereinigung zusätzlich (1990/91) Aufbau und Leitung des Wetteramtes Leipzig.
Seit 1966 über 150 wissenschaftliche und populär-wissenschaftliche Veröffentlichungen zu: Wetter, Klima, Ozon, Schiffsraummeteorologie, Agrarmeteorologie, Pollenflug/Allergologie, Wissenschaftsgeschichte, Kalendergeschichte...
Schule und Abitur in Mecklenburg ;
Ab 1960 Studium der Naturwissenschaften in Rostock und Westberlin.
1968 Diplom in Meteorologie an der FU Berlin, dort 1969/70 Wissenschaftlicher Angestellter mit dem Forschungs-Schwerpunkt Atmosphärisches Ozon.
Ab 1970 Deutschen Wetterdienst:
1971-1978 Seewetteramt Hamburg (Arbeitsschwerpunkte: Seewetterdienst, Schiffsrouten-Beratungsdienst, ab 1975 Leiter der Gruppe Laderaum-/Schiffsraum-Meteorologie.
10 Seereisen als Bordmeteorologe auf Fischereischutzbooten, Forschungsschiffen und Handelsschiffen.
1976-1978 Mitarbeit im Normen-Ausschuß "Technoklimate" (DIN 50 019).
1978-1984 Leiter der Agrarmeteorlogischen Beratungs- und Forschungsstelle Bonn.
Aufbau eines zeitkritischen Beratungssystems mit den Landwirtschaftskammern: Regionale Telefonansagen, Bildschirmtext, Wochenberichte;
Lehrauftrag im Fach "Agrarmeteorologie" an der Universität Bonn.
1983 Mitbegründer der Stiftung Deutscher Pollen-Informationsdienst, 10 Jahre Vorstands-Mitglied.
1984-2000: Leiter des Wetteramtes Essen.
Nach der deutschen Wiedervereinigung zusätzlich (1990/91) Aufbau und Leitung des Wetteramtes Leipzig.
Seit 1966 über 150 wissenschaftliche und populär-wissenschaftliche Veröffentlichungen zu: Wetter, Klima, Ozon, Schiffsraummeteorologie, Agrarmeteorologie, Pollenflug/Allergologie, Wissenschaftsgeschichte, Kalendergeschichte...
G l o s s a r :
AWI : Alfred-Wegener-Institut
IPCC : Intergovernmental Panel on Climate Change
MPI : Max-Planck-Institut
MWP : Mittelalterliche Warm-Periode
NAO : Nordatlantische Oszillation
NOAA : National Oceanic and Atmospheric Administration
THG : Treibhausgase
NOAA : National Oceanic and Atmospheric Administration
THG : Treibhausgase
WMO: World Meteorological Organisation
Quellen:
Der Wasserplanet http://www.biokurs.de/treibhaus/
Ökologismus.de http://www.oekologismus.de/
IPCC http://www.ipcc.ch/
Der Wasserplanet http://www.biokurs.de/treibhaus/
Ökologismus.de http://www.oekologismus.de/
IPCC http://www.ipcc.ch/
Klimainformationen http://www.atmosphere.mpg.de/enid/ce2750459d33883cbd7ac7e044424b3c,0/Service/Home_ic.html
Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven http://www.awi.de/de/
Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven http://www.awi.de/de/







